Montag, 12. Oktober 2015

Flusen und Flecken.


Eines der weniger guten Dinge am Ausziehen ist, dass man plötzlich alles selber machen muss. Putzen, Kochen und Waschen liegt plötzlich alles in der eigenen Hand und man hat keinen Möglichkeit mehr, irgendwelche Aufgaben an die Mutter abzugeben.
Die Wäsche landet zwar im Wäschekorb aber man ist selber dafür zuständig sie dann auch zu waschen. Das Geschirr kann tagelang im Becken liegen ohne dass jemand außer man selbst etwas daran ändert.
Als ein Mensch der nur sehr selten eine Aufgabe im Haushalt übernommen hat, abgesehen von Wäsche zusammenlegen, sind diese Dinge etwas vollkommen neues.

 

Trotzdem habe ich mich heute Vormittag zum ersten Mal aufgerafft und mein Zimmer geputzt. Aus der Küche besorgte ich mir alle möglichen Putzmittel, einen großen Wischer und ein Kehrblech, bevor ich mich mit Putzhandschuhe bewaffnet in mein staubiges Zimmer stürzte.
Zweieinhalb Stunden später kann ich voller Stolz sagen dass ich nicht von mir gedacht hätte dass ich es tatsächlich schaffen könnte. Der Boden hat keine Staubflocken oder Flecken mehr, der Spiegel ist blitzblank und die Schränke haben wieder ihre ursprüngliche Farbe zurück.
Angefangen habe ich mit meinem Badezimmerschrank und dem Waschbecken, dann kam der große Schrank dran, den ich komplett aus- und dann wieder einräumen musste. Nach einer kleinen Pause ging es mit den restlichen Schränken, dem Bett und dem Schreibtisch weiter.
Der Boden war meine letzte Aufgabe und auch die die am nötigsten erfüllt werden musste! Überall hatte sich schon Staub gesammelt und ich werde ab jetzt auch nicht mehr mit Schuhe rumlaufen...Im Nachhinein fällt mir ein dass ich das Fensterbrett vergessen habe... Mist.

Diese Aufgabe hat mir noch einmal vor Augen gehalten dass ich jetzt tatsächlich ausgezogen bin und komplett ohne meine Eltern auskommen muss. Klar, bis jetzt gab es noch keine größeren Probleme, aber es ist doch immer noch ein ziemlich großer Schritt auszuziehen.

 

 

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